Der philosophische Februar

Der Februar

Ein schöner Name abgeleitet von februare –reinigen- vielleicht sich putzen fürs neue Jahr.

Bäche und Flüsse rauschen schneller, nehmen mit was der Winter liegengelassen hat und  auch wir fühlen einen prickelnden Wunsch den Frühling herbei zu putzen

Gerne nehmen unsere grünen Freunde jetzt eine Wellnessbehandlung, große Blätter ächzen nach Luft und lieben es mit warmem Wasser liebevoll abgerieben zu werden.

Ach ja liebevoll ist der Februar. Valentinstag der Tag der blumigen Liebe kommt und lässt die Blumen sprechen. Sprechende Pflanzen mit Pflanzen sprechen, Sie sagen nun ja, ich sage ja wer hinhört wird verstehen.

Mit Pflanzen zu sprechen mag für den einen oder anderen Merkwürdig erscheinen , sollte es aber nicht, sprechen bedeutet sich liebevoll und damit in voller Konzentration sich mit seinem, lebendigen, grünen Gesprächspartner zuzuwenden. In dieser Hinwendung erfahren wir mehr als im lässigen Rhythmus von Pflege, sind die Blätter ein wenig weicher ist das grün nicht spritzig sondern bedrohlich dunkel, oder bekommt das Blatt gar einen braunen Rand. Lacht das hübsche Gesicht meiner Orchidee nicht mehr mit mir, da sie ihr Köpfchen hängen lässt, ja im Gespräch werde ich all dies erfahren und durch meine lebendige Bildung reagieren.

Lebendige Bildung oder die Bildung des Lebens, angefasst haben was aus Erde wachsen soll, gekümmert, gegossen an den richtigen Ort gepflanzt .Wissen und denken.

Ein Gehirn haben Pflanzen nicht, aber trotzdem können sie sehen, schmecken, riechen, fühlen und wahrscheinlich hören. So wurde in der Spitze von Maiskeimlingen  ein Rezeptor gefunden, der der menschlichen Netzhaut ähnelt. Bohrende Zweifel machen sich oft bei uns breit wenn wir Pflanzen als wichtigen bestens Durchdachtesten Teil der Schöpfung präsentiert bekommen, aber wieso ließe sich sonst erklären, dass Zimmerpflanzen, die am Fenster stehen, zielstrebig zum Licht wachsen  Aber sind sie auch intelligent genug alle die angelegten Sinne zu nutzen, Ein Leben lang hat es mich zum staunen gebracht die Millionenfache Umsetzung von fantastischen Ideen, die Pflanzen in ihrer begrenzten Welt, laufen können die wenigsten, umgesetzt haben, um ein Optimum an Lebensqualität und Nachkommenschaft zu haben So erstaunt schon das Alter der ältesten Bäume, sie denken die tausendjährige Eiche, nein es gibt Bäume die erzählen uns Mythen und geheimnisvolle  Geschichten von ca. 9000 Jahren, die Fortingall Eibe. Um alt zu werden braucht man Strategien, sonst wird man gefressen. Die Eiben sind extrem giftig, die meisten tödlich verlaufenden Vergiftungen bei Pferden passieren durch die Eibe. Andere Pflanzen werden scharf, nicht aufeinander, sondern gegen Fressfeinde. Chili, immer irrtümlich dem Paprika zugeordnet, ist eine Beerenfrucht, die das extrem scharf schmeckende Capsaicin enthält. Der brennende Geschmack ist eine thermische Täuschung, es brennt nicht es stimuliert die Nervenenden, die für das Wärmeempfinden zuständig sind. Chemische Kampfstoffe, schlimmen menschlichen Geiste erdacht,  sind locker mit heimischen Pflanzen zu übertrumpfen, schnell  tödlich wirkt das ein oder andere Kraut. Doch Pflanzen sprechen auch miteinander und zwar um sich gegenseitig zu schützen und nicht sich zu verletzen,  wird eine Pflanze von Fressfeinden an geknappert, reduzieren verwandte

Pflanzen in der Nähe, den Flüssigkeitsgehalt in den  Blättern, erhöhen so den Anteil an ätherischen Ölen und Alkaloiden und machen sich auf Absprache ungenießbar.

Doch wer die Sprache der Pflanzen versteht wird auch dem Menschen seiner Liebe immer und ganz besonders zu Valentinstag etwas besonderes schenken

Schwebende Herzen wären Liebeslockende hinschmelzend Botschafterinnen zum überbringen der Liebesbotschaft am Valentinstag die Anthurien : Flamingoblume genannt ist sie die auffallendste Blume  auf unserer Fensterbank , Herzengleich, wenn auch nicht immer, sind ihre Blüten knallrot. Gerne hält sich die Anthurien an hellen Orten auf die warm sind und feucht.Liebesgleich.

Lustversprechend sind auch die großen Valentinssträusse welche  im Februar alle Zimmer schmücken sollten

Doch muss es in der Sprache der Liebe nicht immer die leicht eitle Rose sein nein, auch das in täglich sprudeln handwarmes Wasser umpflegte Paar, der Kranzschlinge und Gardenie verspricht viel. Flüstert die Kranzschlinge leise „Komm zu mir“ verspricht die Gardenie, in der Sprache der Blumen, Ekstase. Fühlt sich das nicht nach einer wunderbaren Verbindung an.

Gardenien verbreiten aber nur Ekstase im Topf, wenn man sie , oh man staune, runterkühlt. Zur Bildung von Blüteknospen sollte die Temperatur aber zwischen 16 und 18 °C liegen und zwar konstant denn bei stärkeren Temperaturschwankungen verlieren die Gardenien meist die angesetzten Knospen. Doch mein Favorit ist die Kamelie. Empfindlich, da falsch versprochen als Zimmerpflanze, ist sie doch unerschrocken im kühlen Wintergarten. In Verdis Oper die Hauptrolle spielend verkünden sie in der Farbe weiß die Botschaft der unprätentiöser Vortrefflichkeit während die rote Kamelie verkündet „ Du bist die Flamme meines Herzens“ Erwärmen kann man sich lange an dieser Botschaft indem man die Kamelie in eine lockere, durchlässige, leicht saure Erde pflanzt und ihren feuchtigkeitsliebenden Blättern eine  relative Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60% betragen schenkt . Doch wichtig für eine lange verbindnede Liebe ist es bein gießen auf ihre, doch sehr persönlichen Wünsche zu achten. Vor allem in der Wachstumsphase ,Ende Frühjahr durch den Sommer bis zum Herbst dauert,  muss reichlich gegossen werden. Kommt es in dieser Zeit  zu einer  unaufmerksamkeit der Dame Kamelie gegenüber, kann es sein das sie diese bestraft durch das abwerfen der Knospen
Also besser einmal die Woche intensiv und durchdringend zu wässern als oft und dann zu wenig. Weich und zart sollte das Wasser sein Regenwasser oder enthärtetes Leitungswasser sind am besten geeignet.
Gedüngt wird nur in der kurzen Phase des Triebwachstums von ca. Ende Mai bis Mitte Juli. In dieser kurzen Zeit muss die Pflanze wachsen, und auch die Blütenknospen für das nächste Jahr ansetzen. Alle wichtigen Nährstoffe sollten dann zur Verfügung stehen. Geeignet ist ein handelsüblicher Rhododendrondünger, allerdings nur mit der Hälfte der empfohlenen Konzentration. Düngt man zu stark, werden die Internodiensehr lang und die Pflanze schießt aus der Form. Die Blätter werden groß und mastig und die Pflanze ist dann besonders krankheitsanfällig. Im Extremfall kann es zuVerbrennungserscheinungen an den Blättern kommen.
Bei Kamelien in Töpfen kann man bis Ende Juni mit einem stickstoffbetonten Flüssigdünger einmal wöchentlich düngen, dann bis Juli mehr kalibetont. Gut geeignet ist auch Alkrisal, ein nährsalzförmiger Dünger (bei der Deutschen Kameliengesellschaft e.V. in kleinen Mengen erhältlich). Eine einmalige Eisendüngung mit Folionit oder Fetrilon beugt der Chlorosebildung vor. Die Düngung sollte immer auf feuchten Boden erfolgen, anschließend muss gut gewässert werden. Ende Juli sollten die Düngergaben aufhören, da dann die Knospenbildung abgeschlossen ist. Wichtig ist, dass die Kamelie voll ausgereift in den Winter geht.

 

 

Impressionen