Die Christrose ein Wunder der Natur

Eine der wenigen Pflanzen die im Winter blühen ist die Christrose. Man findet in diesem Jahr ein riesiges Angebot in vielen Farben in den Gärtnereien, früher gab es fast nur weiße zu kaufen

Ja das Angebot ist wirklich riesig geworden, Gartenfreunde haben in den letzten Jahren auch wieder Ihre Leidenschaft dazu entdeckt. Die Christrose ist eine relativ unkomplizierte Gartenpflanze die allein schon durch ihr Blattgrün schön ist aber wenn dann noch die Blüten von pastellfarbenen, kräftig roten, lemonengrünen, fast schwarzen oder zitronengelben Blüten oder auch gefüllt und gepunktet in der Wintersonne strahlen muss man sie einfach haben.. Zudem ist sie ökologisch sehr wertvoll, sie wird gerne von Erdhummeln und Wildbienen besucht , eine der ersten Nahrungsquellen für diese gefärdeten Insekten.

 Am besten wachsen sie in Staudenbeeten, am Tannenrand oder unter größeren Laubbäumen, an der Nordwand eines Hauses oder im Schattenbeet des Gartens neben Funkien, Lungenkraut oder Haselwurz. Auch "gebrochene Sonne" unter hohen Gehölzen vertragen sie gut. Diese Gartenschönheit ist sehr pflegeleicht und gedeiht langsam aber sicher an Stanorten, an denen nicht zuviel gehackt wird. Allein durch ihr Blatt ist die Christrose, Christblume, Schwarze Nieswurz oder Schneerose (Helleborus niger - sie ist die eigentliche "Christrose") schon "Winterschmuck"!  In Kälte und Schnee - die Heimat der Christrose sind die Ost- und Südostalpen und die Karpaten! -  gehören einige Arten und Sorten auch zu den ersten Duftlieferanten des winterlichen Gartens.

 

Nur manchmal bekommt sie die so genannte Schwarzfleckenkrankheit. Wie der Name schon sagt, erscheinen auf den befallenen Pflanzenteilen schwarze Flecken, die häufig vom Blattrand ausgehen. Da alle Pflanzenteile von Helleborus befallen werden können, sollte bei den ersten Anzeichen eines Befalles sofort mit einem gründlichen Pflegeprogramm begonnen werden. Dies beinhaltet, das rigorose Entfernen der befallenen Pflanzenteile und das anschließende Entsorgen im Restmüll, damit es zu keiner Ausbreitung des Pilzes kommt. Die verbliebenen Pflanzenteile können mit einem Fungizid aus dem Fachhandel behandelt werden. Nach den Sofortmaßnahmen sollte man in der nächsten Zeit ein besonderes Augenmerk auf die befallene Pflanze haben und gegebenenfalls die Behandlung wiederholen. Indirekt lässt sich der Pilz durch eine Optimierung des Standortes verbessern, da ein Befall durch einen zu niedrigen pH-Wert oder einen zu feuchten Standort begünstigt wird.

Spannend sind auch alle Geschichten die sich um die Christrose drehen.

Eigentlich heißt die Christrose im Volksmund Nieswurz

Der Name hat einen guten Grund, das geriebene Pulver der Pflanze reizt zum Niesen, daher der Name "Nieswurz". Diese Eigenschaft verhalf z.B.  in dem Märchen 'Zwergnase' von Wilhelm Hauff der armen verzauberten Hauptperson Jakob wieder zu wahrem Aussehen.

Die pulverisierten Rhizome der Christrose sind heute noch Bestandteile von Schnupftabaksorten und Niespulvern Und die Legende berichtet die  Christrose war in alten Zeiten Bestandteil der Hexensalben...

Sie galt als Mittel zur Erhaltung der ewigen Jugend. Zu Pulver verarbeitet, auf den Boden gestreut, sollte sie gar unsichtbar machen! Doch das schönste ist daß der Mönch Laurentius während einer Winterwanderung eine Christrose sah, die aus dem Schnee herauswuchs. Dadurch inspiriert dichtete er das Lied "Es ist ein Ros’ entsprungen". Eine wunderbare Würdigung einer herrlichen Pflanze

 

Impressionen