Steinreich

Jeder kennt Beispiele aus der Nachbarschaft, und man hat den Eindruck, es werden immer mehr. Besonders in Neubaugebieten erfreuen sie sich offenbar größter Beliebtheit, aber auch vor dem klassischen Garten machen sie nicht halt. Gemeint sich die Vorgärten, die innerhalb weniger Tage von einer mehr oder weniger üppigen Bepflanzung zur Steinwüste mutieren. So manch ein Gartenfreund wundert sich, das soll ein Garten sein? Was ist der Grund dafür, dass Gärten plötzlich steinreich, aber arm an Pflanzen sind. Und das in einer Zeit, in der die Artenvielfalt und Bienen ganz oben auf der Agenda des schützenwerten stehen ganz weit oben stehen.

Nun was nützt das Jammern um den Tod der Bienen und Hummeln wenn wir selber nicht bereit sind der Natur eine Lebensgrundlage zu bieten. Das sterben der Bienen liegt in unserer Hand. Kulturlandschaften sind abgeräumt, Vorgärten Steinwüsten und Artenvielfalt in den Gärten wenig anzutreffen. Wie konnten wir vergessen, das gerade im Herbst in unseren Gärten die Herbstblüher einen besonderen Ton bekommen, warm und strahlend, als ob sie ein Bild in unsere inneren Augen malen möchten, als Erinnerung während des kargen Winters. Ohne die Schönen des Herbstes wie Chrysanthemen, Herbst-Astern, Veronika, Alpenveilchen, Sonnenhut, Fette Henne gibt es nicht genug Nektar für unsere fleißigen Helfer. Der Imker füttert zu mit Zucker, doch der macht nur satt und enthält nicht die lebenswichtigen Substanzen, wie natürliche Vitamine und Vitalstoffe um unsere Bienen stark in den Winter kommen zu lassen. Sie sind geschwächt und damit ein leichtes Opfer für Milben. Und denken wir an das Frühjahr und pflanzen nun einfach einen reich gedeckten Tisch ab Januar mit hunderten von Blumenzwiebeln, das erfreut die Insekten udn ganz besonders uns.

Impressionen