Wenn ich wüsste, dass morgen der jüngste Tag wäre, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ (Martin Luther)

Ich freue mich Sie in Berlin in einer aussergewöhnlichen Blumenhalle zu treffen

Wenn ich wüsste, dass morgen der jüngste Tag wäre, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ (Martin Luther)

„Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hinein und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen.“ (1. Mose 2.4-25) Die christliche Erzählung dieses Garten Eden als Paradies erfolgte in der Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, mal als wehmütige Erinnerung ehemals paradiesischer Zustände, mal zur Denunziation des weiblichen Teils der Menschheit [die Rolle Evas], mal zur Darstellung einer zutiefst pessimistischen Sicht der Welt oder aber auch als hoffnungsvolle Projektion des neuen Paradieses als einer ausstehenden glücklichen Zukunft.1 Von Lucas Cranach d.Ä., Freund und Begleiter Martin Luthers, gibt es viele Paradiesdarstellungen als Gemälde oder als Druckgrafiken. Die bedeutendsten aus dem Jahr 1530 sind in der Dresdner Gemäldegalerie zu sehen. Die Erfindung des Typenbuchdrucks durch Johannes Gutenberg ermöglichte es, dass Cranachs Bildergeschichten breite Bevölkerungsschichten, die oftmals des Lesens unkundig waren, erreichten. Die damit einhergehende Demokratisierung der Schaffung und der Verbreitung von Informationen kam einer Revolution gleich, die das Zeitalter der Renaissance und Aufklärung ermöglichten und zum Erstarken des Bürgertums beitrugen. Die IGW Blumenhalle wird ein spektakulärer Auftakt für das Lutherjahr Das 500. Jubiläum des Beginns der Reformation ist Anlass, Martin Luther zu ehren und unsere Interpretation des Paradieses in die Messehallen unter dem Funkturm zu bringen. Das von der Messegesellschaft Berlin für die Blumenhalle gewählte Thema „Das Paradies ist überall!“ (Martin Luther) ist demzufolge mehr als nur eine Überschrift für eine Blumenschau. (Klaus Neumann)