Naturgärten als Klimawandelstrategie

In meinem Buch- Natur sucht Garten- habe ich vor 8 Jahren schon auf die Wichtigkeit von Naturgärten hingewiesen. Das Buch war so erfolgreich das 2018 eine Neuauflage, mit neuen Bausteinen –der Naturgarten für Anfänger-erschien.
https://www.ulmer.de/usd-5761449/naturgarten-fuer-anfaenger-.html

Doch viele Hobbygärtner tun sich bei der Gestaltung eines Naturgarten schwer. Immer mehr Steingärten entstehen und zerstören die Biotoptrittsteine zwischen den Lebenswelten Gärten. Dabei erfüllen heute Naturgärten eine wichtige gesellschaftliche, ökologische und stadtklimatische Funktion. Die in Freizeitgärten angebauten Kulturpflanzen bieten ein vielfältiges Spektrum an Arten- und Sorten, die eine Bereicherung im Siedlungsbereich von Städten und Dörfern darstellen.
In Deutschland bewirtschaften ca. 15 Millionen Freizeitgärtner eine Gesamtfläche von etwa 680.000 Hektar. Umgerechnet entspricht das der Fläche von rund 1 Million Fußballfeldern oder 6800 Quadratkilometern!
Aus diesen Zahlen erschließt sich die Bedeutung und Wichtigkeit des Gartens.
Gerade im Zuge der sich gegenwärtig abzeichnenden tief greifenden wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Entwicklungen erleben der Freizeitgartenbau, und damit die Nutzung privater Gärten, wieder eine Renaissance
Im Garten lässt sich klimabewusst auch ein Urlaub mit der Familie verbringen; darüber hinaus wird die eigene „Scholle“ bewusst dazu genutzt, eigenhändig gesundes Obst und Gemüse für den Eigenbedarf anbauen! Kurzum: Gärten bieten Lebensfreude pur inmitten der Natur.

Besonders ist hier der Naturgarten zu betrachten, er bietet nicht nur Erholungsraum und Nahrungsspender, er bildet zudem auch ein wertvolles Rückzugsgebiet für viele Tier- und Pflanzenarten, die in städtischer Umgebung sonst nur geringe Überlebenschancen hätten.
In diesem Zusammenhang bietet sich eine naturnahe Bewirtschaftung an, die sich auf alle Lebensbereiche des Gartens positiv auswirkt.

Doch leider sieht die Wirklichkeit anders aus:
Aus langjährigen Untersuchungen ist bekannt, dass
Gartenböden häufig überversorgt sind, z. B. mit den Nährstoffen Phosphor und Kalium
Pflanzenschutzmittel in Unkenntnis gelegentlich nicht sachgerecht angewendet werden und so Boden, Luft und Wasser belasten. Darüber hinaus führt eine unsachgemäße Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zur Störung der Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzen und Tieren im Garten.

Diese vielen kleinen individuellen Fehler bei Düngung und Pflanzenschutz auf der gesamten Freizeitgartenfläche können sich potenzieren und negativ auf die Umwelt auswirken. Umweltbewusste und naturliebende Gartenbesitzer fragen deshalb zunehmend nach alternativen Kulturmethoden und Konzepten, um der Natur in ihren Gärten bessere Bedingungen bieten zu können.

Freizeitgärtner spüren, dass ihre Gärten Orte sind, der Natur mit ihrem Beziehungsgeflecht zwischen den Lebewesen Raum und Gelegenheit zu geben.
Doch für dieses Gespür braucht es auch Bildung, wir brauchend dringend Modelle von Naturgärten mit dem Mehrwert Weiter/ Lebens Bildung.

Impressionen