Wer lustvoll im Garten arbeitet, erfährt sich als Handelnder, nicht als Manipulierter oder Ausgelieferter und wird somit, nach allen Glückstheorien, glücklich

Schon allein der Name April spricht für sich, denn aus dem griechischen abgeleitet bedeutet es „Öffnung“. Öffnung für was- für alles was wachsen gedeihen und blühen möchte. Und mit ihm, dem April, erwacht auch noch stärker in uns eine tiefe Sehnsucht unsere Zeit zu nützen; unser Leben in die Hand zu nehmen und das Beste daraus zu machen. Und nirgends kann man das ja besser im Moment als im Garten. Warum fragen Sie sich jetzt, sein Leben in die Hand zunehmen bedeutet doch oft kompletten Umbruch. Oh je viel zu anstrengend denn alles was sich verändert braucht seine Zeit. Die Gartenarbeit bietet uns so unendlich vieles, sie wirkt ganzheitlich auf die Menschen, das heißt Körper, Geist und Seele werden
berührt. Regelmäßige Gartenarbeit erhöht das Koordinationsvermögen und
die Geschicklichkeit, das Herz-Kreislauf-System wird sensationell gefördert und die Muskulatur kräftig trainiert. Bitte sagen Sie nun nicht das kann man doch im Fitnesscenter auch. Nicht ganz, denn da fehlt etwas: Der Geruch des Gartens, der Jahreszeiten, der Blüten! Und die Sonne! Deren Strahlen wärmen uns im Frühjahr und sind Balsam für unsere Seele: ein sonniger Tag im Garten mit sinnstiftender Tätigkeit, das schmeichelt unserer Seele und sorgt für ein Stimmungshoch und stimuliert die Psyche. Licht, Luft und Düfte führen zu einer Anhäufung von Glückshormone und lassen uns den Alltagstrott rasch vergessen. Zudem kann man durch den Umgang mit den Pflanzen, den Umgang mit sich selbst wieder sehr gut lernen. Pflanzen zeigen uns plakativ Werden, Wachstum, Reifen, aber auch Rückzug, Absterben und
Vergehen. Bei der Gartenarbeit werden Zusammenhänge erkannt und Wege zur Lösung
von Problemen gefunden. Wer lustvoll im Garten arbeitet, erfährt sich als Handelnder, nicht als Manipulierter oder Ausgelieferter und wird somit, nach allen Glückstheorien, glücklich.
So glücklich das man die Luft meint singen zu hören
April das heißt
„Ringsrum beginnt die Luft zu singen. Bis tausend Blütenknospen drängen aufzuspringen.
Ist kesses grün aus jedem Zweig hervorgekrochen
Dann weiss man Frühling hat sich wieder Bahn gebrochen.“ (J.Keble)
Doch Bann gebrochen hat nicht nur das Grün der Blätter auch überall brechen Beikräuter heraus. Verzichten Sie auf Herbizide, denn im Hausgarten kann man sich die Beikräuter schön reden oder schauen.
Eine Reihe von wunderbaren, wirklich nun aus neuem Blickwinkel betrachteten Beikräuter, möchte ich Ihnen für Ihre Frühlingskur ans Herz legen. Auf einmal können Sie nie genug davon haben im Garten
Gänseblümchen auf dem Brot machen die Wangen rot
Brennnessel als Saft bring zurück die Manneskraft
Hast Du Deinen Girsch brav auf gegessen,kannst Du Deine Rheuma fröhlich vergessen.
Nun genug der Reimeskunst es gibt noch andere Pflanzen auf die man niemals im Garten verzichten sollte, die vielen ungewöhnlich schöne Gemüsearten, die so mancher edlen Blume die Schau stehlen. Wie wäre es mit einer Beeteinfassung oder zwischen Stauden gesetzt mit Bright Lights eine Mangoldzüchtung, die leuchtendrot, orange, rosa, gelb und weiße kräftigen Stiele hat. Abgesehen davon, dass man sie als leckeres, vitaminreiches Gemüse in der Küche verwenden und die Blätter wie Spinat verwenden kann, sind die Pflanzen mit ihren großen Blättern sehr attraktiv.
Oder Grafitti, violett ein Blumenkohl in Violett, das ist absolut ungewöhnlich und obendrein ein besonderes Geschmackserlebnis. Das Aroma dieses zarten Blumenkohls ist intensiver als bei weißköpfigen Sorten, ähnlich Brokkoli. Die großen Köpfe brauchen zum Ausfärben in ein leuchtendes Violett keine kühlen Nachttemperaturen. Deshalb gelingt der Anbau sowohl im Sommer als im Herbst. Ein Traum zwischen allen Sommerblumen und als farbiger Muntermacher in gesunden Rohkostsalaten, Nudel- oder Reissalaten.

Einen absoluten Hingucker holen Sie sich mit Redbor in den Garten. Diesen roten Grünkohl konnte man vielfach in den floralen Bändern auf der BUGA in Koblenz mit einem AH und OH bewundern Die wüchsigen, gesunden und ertragreichen Pflanzen erreichen ca. 80 cm Höhe. Die großen, palmenartig abstehenden Blätter sind mittelstark gekraust. Die anfangs rötliche Blattfarbe verstärkt sich mit fallenden Temperaturen immer mehr und endet mit einem intensiven Rotviolett, Zauberspiel der Natur. Die Blätter der Neuzüchtung können ganz normal als schmackhafter Grünkohl verwertet werden, beim Kochen verliert sich die rote Farbe
Und wer mit Früchten mal besondere Akzente setzen möchte Floridor eine leuchtendgelbe, runde Zucchini, sie ist durch Farbe und Form sowie den angenehm aromatischen Geschmack ideal für die Gourmetküche, also genau das richtige für Sie. Ein Küchenkarten der die ganzen Sinne verzaubert. Und bedenken Sie, oft sind die Gemüse in den Blumenbeeten nicht so stark befallen wie in reinen Monokulturen. Doch manchmal möchte
man um Ordnung nicht zum Chaos werden zu lassen Gemüse im eigenen Garten auf größeren Flächen pflanzen. Hier gibt es ein ganz einfaches Verfahren zur Verhinderung des Schädlingsbefalls. Man deckt das Gemüse mit Vliesen und feinmaschigen Netzen kuschelig ab. Sozusagen eine sichere Kinderstube. Die Abdeckmaterialien verhindern das Falter und Fliegen ihre Eier an den Gemüsepflanzen ablegen. Und wenn keine Eier dieser Insekten vorhanden sind, können sich daraus auch keine Raupen und Maden entwickeln und wir haben Ruhe auf dem Teller.

Impressionen